Rechtsanwalt Siegburg

Alleiniges Sorgerecht beantragen

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Alleiniges Sorgerecht beantragen – Möglichkeiten und Verfahrensweisen

Das Sorgerecht der Eltern gegenüber ihren Kindern ist ein umfassendes Recht, ebenso eine Pflicht zur Betreuung, Erziehung und Versorgung der Kinder. Bei Trennungen und Scheidungen kommt es nicht selten zum Streit über das Sorgerecht. Aus verschiedenen Gründen beantragt dann ein Elternteil, das Sorgerecht künftig allein ausüben zu wollen. Sorgerecht spielt auch noch in anderen Konstellationen eine Rolle. Bei Kindeswohlgefährdung können staatliche Träger Eltern insgesamt oder zumindest teilweise das Sorgerecht entziehen. Allein 2021 kam es in diesem Bereich zu über 14.000 Sorgerechtsentzügen. Nicht gleichbedeutend mit dem Sorgerecht ist das Umgangsrecht. Alleiniges Sorgerecht beantragen steht häufig für zeitlich und kostenmäßig intensive Rechtsstreite.

Die wichtigsten Punkte in Kürze

Alleiniges Sorgerecht beantragen

Alleiniges Sorgerecht beantragen: Mutter oder Vater beanspruchen das Sorgerecht jeweils allein für sich. Sind die Eltern bei dieser Entscheidung uneins, muss das Familiengericht entscheiden. Dabei trägt der Antragsteller für alleiniges Sorgerecht vor, dass der andere Elternteil ungeeignet ist, die elterliche Sorge auszuüben.

Das Sorgerecht – gemeinsames Sorgerecht als gesetzlicher Regelfall?

 

Das Gesetz sieht vor, dass verheiratete Eltern grundsätzlich gemeinsam und in gegenseitigem Einvernehmen das Sorgerecht ausüben. Das gemeinsame Sorgerecht ist der gesetzliche Regelfall. Eltern sind angehalten, bei Auseinandersetzungen über das Sorgerecht eine einvernehmliche Lösung zu finden. Das sieht unter anderem § 1627 BGB vor. Auch im Rahmen eines gemeinsamen Sorgerechts müssen sich die Eltern nicht in jedem Detail einig sein. Kleinere Erziehungsentscheidungen liegen im Ermessen des jeweiligen Elternteils. Hier darf etwa ein Elternteil Entscheidungen zu Essensgewohnheiten, Schlafenszeiten oder Medienkonsum allein treffen. Haben allerdings bestimmte Angelegenheiten eine größere Bedeutung, steht jedem Elternteil gegenüber dem anderen Elternteil ein Widerspruchsrecht zu. Der widersprechende Elternteil kann sein Veto einlegen und damit die Entscheidung verhindern.

 

Typische Streitigkeiten entstehen häufig über das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Streiten sich Eltern beständig über Sorgerechtsentscheidungen, kann es im Sinne des Kindes sein, dass ein Elternteil das Sorgerecht allein ausübt. Andernfalls können keine Entscheidungen in der elterlichen Fürsorge mehr getroffen werden. Auf der anderen Seite ist das Sorgerecht ein wichtiger Teil der verfassungsmäßig garantierten Rechte der Eltern. Sorgerechtsbeschränkungen können deshalb gegen den Willen eines Elternteils bei verheirateten Paaren nur bei Kindeswohlgefährdung und Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes erfolgen.

 

Der Regelfall des gemeinsam auszuübenden Sorgerechts gilt nicht für unverheiratete Paare.

Wie ist das Sorgerecht bei unverheirateten Paaren geregelt?

 

Bei Eltern, die nicht verheiratet sind, steht das Sorgerecht der Mutter allein zu. Die nicht verheirateten Elternteile können über Sorgerechtserklärungen das gemeinsame Sorgerecht beantragen. Oft verweigert sich die Mutter einem Antrag auf ein gemeinsames Sorgerecht. In diesem Fall wird der Prozess, das alleinige Sorgerecht für den Vater zu beantragen, zu einem komplexen Rechtsstreit.

Das Sorgerecht steht bei unverheirateten Paaren der Mutter alleine zu.

Was bedeutet ein alleiniges Sorgerecht?

 

Wenn ein Elternteil alleiniges Sorgerecht beantragen möchte, strebt er Entscheidungsbefugnisse über die gesamte Fürsorge für ein Kind an. Das umfasst die Bereiche Erziehung, Aufenthaltsbestimmungsrecht, Vermögenssorge, Betreuung, medizinische Versorgung und Pflege. So kann der allein Sorgerechtsberechtigte über die Schulausbildung und auch über ärztliche Behandlungen entscheiden. Vom Umgang ausschließen darf der Sorgeberechtigte den anderen Elternteil nicht. Das Umgangsrecht, das gleichzeitig auch eine Umgangspflicht beinhaltet, bleibt unabhängig von der Verteilung des Sorgerechts bestehen. In der Praxis kann es bei später gerichtlich geklärten Sorgerechtsverhältnissen immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Eltern über das Umgangsrecht kommen.

Was ist der Unterschied zwischen gemeinsamem und alleinigem Sorgerecht?

Beim gemeinsamen Sorgerecht müssen sich die Elternteile über die Personensorge und Vermögenssorge einigen. Beim alleinigen Sorgerecht trifft der sorgerechtsberechtigte Elternteil die maßgeblichen Entscheidungen allein.

Was darf ich mit alleinigem Sorgerecht entscheiden?

Das alleinige Sorgerecht gibt dem Sorgerechtsberechtigten umfassende Entscheidungsbefugnisse. So bestimmt der berechtigte Elternteil darüber, wo das Kind sich aufhält, welche Schulen es besucht und welchen Umgang es pflegen darf. Solange der Kontakt zum anderen Elternteil das Kindeswohl nicht beeinträchtigt, darf man jedoch den Umgang mit dem anderen Elternteil nicht verwehren. Das Umgangsrecht des nicht sorgeberechtigten Elternteils besteht so lange, bis ein Gericht eine andere Entscheidung trifft.

Darf ich mit alleinigem Sorgerecht wegziehen?

Zum Entscheidungsbereich des alleinigen Sorgerechts sieht vorrangig das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Deshalb kann ein Elternteil, der allein Sorge berechtigt ist, mit dem Kind wegziehen. Hier wäre es sogar möglich, ins Ausland zu ziehen. Inwieweit eine solche Entscheidung mit einem weiterhin geltenden Umgangsrecht kollidiert, ist eine Problematik des einzelnen Falls. Allerdings verlangen Familienrichter sogar bei gemeinsamem Sorgerecht dem umgangsberechtigten Elternteil Anpassungen an geänderte Bedingungen durch einen Umzug des Kindes ab. Bei alleinigem Sorgerecht gilt deshalb umso mehr, dass sich der nicht sorgeberechtigte Elternteil mit den Verhältnissen abfinden und sein Umgangsrecht auf größere Entfernungen anpassen muss.

Mit alleinigem Sorgerecht ist sogar ein Verzug ins Ausland möglich. Hier kommt es bei rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen den Beteiligten jedoch immer auf den Einzelfall an. Am Ende zählt das Kindeswohl. Ein geplanter Umzug ins Ausland kann deshalb unter Umständen sogar ein Grund dafür sein, einem Elternteil das Sorgerecht allein zu übertragen.

Alleiniges Sorgerecht geht oft mit Beständigkeit für das Kind einher.

Welche Vorteile hat das alleinige Sorgerecht für die Beteiligten?

 

In vielen Fällen ist die Übertragung des alleinigen Sorgerechts, oder eines wesentlichen Teils mit dem Aufenthaltsbestimmungsrecht auf ein Elternteil die einzige Möglichkeit, für das Kind eine beständige Fürsorge zu schaffen. Wenn Eltern dauerhaft über Sorgerechtsangelegenheiten streiten, geraten Entscheidungen über die Erziehung und die Fürsorge im Stocken. Das kann das Kindeswohl beeinträchtigen.

Hat das alleinige Sorgerecht Nachteile?

Hier kommt es auf die Perspektive an. Wer seinen Sorgerechtsanteil an den anderen Elternteil verliert, mag dies als einen Nachteil empfinden. Es kommt bei Sorgerechtsentscheidungen allerdings nicht auf die Wünsche und Pläne der Eltern an. Maßgeblich ist bei allen gerichtlichen Entscheidungen das Kindeswohl. Familienrichter nehmen sich in der Regel Zeit, um sachgerechte Entscheidungen zum Wohl des Kindes zu treffen. Das mag für einen Elternteil am Ende problematisch und schmerzhaft sein. Jedoch soll mit der Übertragung des alleinigen Sorgerechts die angemessene Fürsorge für das Kind in allen Bereichen gewährleistet werden.

Mit alleinigem Sorgerecht ist sogar ein Verzug ins Ausland möglich. Hier kommt es bei rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen den Beteiligten jedoch immer auf den Einzelfall an. Am Ende zählt das Kindeswohl. Ein geplanter Umzug ins Ausland kann deshalb unter Umständen sogar ein Grund dafür sein, einem Elternteil das Sorgerecht allein zu übertragen.

Wann und wie kann ein Elternteil alleiniges Sorgerecht beantragen?

Es kann viele Gründe dafür geben, dass ein Elternteil das alleinige Sorgerecht anstreben will.

Gehen von einem Elternteil Gefahren wie Gewalt oder Missbrauch gegen das Kind aus, liegt die Gefährdung des Kindeswohls auf der Hand. Ebenso eindeutig sind Fälle, in denen etwa ein spielsüchtiger Elternteil das Vermögen des Kindes angreift. In anderen Fällen ändern sich bei Trennung und Scheidung die Lebensverhältnisse der Eltern so gravierend, dass es angemessen erscheint, einem Elternteil das Sorgerecht zu übertragen. In solchen Fällen kommt es häufig auch in Betracht, etwa nur das Aufenthaltsbestimmungsrecht dem einen Elternteil anzuvertrauen.

Grundsätzlich stehen Eltern zwei unterschiedliche Ansatzpunkte für die Übertragung des alleinigen Sorgerechts zur Verfügung:

 

  1. Die Eltern sind sich über die Übertragung des alleinigen Sorgerechts auf ein Elternteil einig. Hier wird etwa die Mutter alleiniges Sorgerecht beantragen und mit Zustimmung des Vaters dieses auch ohne weitere Auseinandersetzung erhalten. Bedenkt man die oft aufgeheizte Atmosphäre bei Trennung und Scheidung, ist der Zustimmungsfall eher selten. Es ist nicht immer so, dass nur Mütter alleiniges Sorgerecht wünschen. Alleiniges Sorgerecht beantragen und die Mutter ausschließen, kommt ebenfalls vor.

 

  1. Können sich die Eltern nicht über eine Übertragung des Sorgerechts einigen, wird ein Elternteil mit Blick auf eine Gefährdung des Kindeswohls alleiniges Sorgerecht beantragen. Hier sind entsprechende Gründe vom Antragsteller darzulegen, die eine solche Gefährdung untermauern. Wer als ein Elternteil alleiniges Sorgerecht beantragen will, hat das Jugendamt häufig auf seiner Seite. Dieses kann entsprechende Anträge unterstützen.

Alleiniges Sorgerecht beantragen - Gründe für den Antrag

Um unter dem Aspekt der Kindeswohlgefährdung alleiniges Sorgerecht zu beantragen, sind Gründe darzulegen. In Betracht kommen etwa folgende Gesichtspunkte:

 

gravierende Erziehungsfehler

– Kindesvermögensgefährdung

– Gewalt und Misshandlung gegenüber dem Kind und/oder dem anderen Elternteil

– Vernachlässigung bei Pflege, Hygiene und Gesundheitsfürsorge

– missbräuchliche Ausübung des Sorgerechts

– Gesundheitsgefährdung

– unverschuldetes Verhalten der Eltern

– schlechte und gefährliche Einflüsse durch das Umfeld eines Elternteils

– Schulpflichtverletzungen

– gefährliches Umfeld durch Dritte

– eklatant besserer Umgang durch alleiniges Sorgerecht bei einem Elternteil

 

Kindeswohlgefährdung stellt einen gravierenden Grund für die Beantragung des alleinigen Sorgerechts dar.

Weniger bekannt ist, dass auch beharrliche Widerstände und Verweigerung des Umgangsrechts für den anderen Elternteil am Ende zu einem alleinigen Sorgerecht führen können. Eltern müssen deshalb bei allen auch verständlichen Auseinandersetzungen bei Trennung und Scheidung darauf achten, die Rechte des anderen Beteiligten zu wahren.

Sorgerechtsentscheidungen unter Beachtung des Kindeswohls sind immer Einzelfallentscheidungen. Deshalb erfolgt diese Aufzählung beispielhaft. Sie ist nicht abschließend. Insbesondere kommt es in der Bewertung des einzelnen Falls auch auf die Schwere einer möglichen Pflichtverletzung an. Das gilt speziell dann, wenn von Amts wegen beiden Eltern zum Teil oder vollumfänglich das Sorgerecht entzogen wird. Das Jugendamt kann Eltern nicht vollständig in eigener Machtvollkommenheit die elterliche Sorge entziehen. Für eine solche Entscheidung sind weitere Beschlüsse des Familiengerichts notwendig.

Verfahren beim Antrag zum alleinigen Sorgerecht

Um alleiniges Sorgerecht zu beantragen, ist ein schriftlicher Antrag an das zuständige Familiengericht notwendig. Zuständig ist das Familiengericht am Wohnort des Kindes. Bei Zustimmung des Elternteils reicht ein kurzer, formloser Antrag, der keine umfangreiche Begründung benötigt. Hier würde etwa die Mutter an das Gericht schreiben: Ich möchte das alleinige Sorgerecht für mein Kind beantragen und habe die Zustimmung des Vaters. Sie könnte diesen Sorgerechtsantrag allein stellen, da hier zunächst kein Anwaltszwang besteht.

Dennoch sind Betroffene in den meisten Fällen gut beraten, sich von einem erfahrenen Familienrechtsanwalt unterstützen zu lassen, wenn sie alleiniges Sorgerecht beantragen. Entsteht aus dem Antrag auf alleiniges Sorgerecht ein streitiges Gerichtsverfahren, besteht vor den Familiengerichten Anwaltszwang.

Der Anwalt ist wichtig, wenn Sie ohne Zustimmung des anderen Elternteils den Antrag stellen. Hier müssen Sie Ihren Antrag mit Argumenten und Beweisen belegen. Sie müssen zutreffend darlegen, warum das Kindeswohl die Übertragung des Sorgerechts auf Sie allein erfordert. Wenn man so will, müssen Sie den Nachweis erbringen, dass der andere Elternteil nicht dazu geeignet ist, weiterhin Sorge berechtigt zu sein. Es mag einfacher sein, alleiniges Sorgerecht zu beantragen, wenn das Jugendamt Sie unterstützt. Dennoch kommt es auch hier auf stichhaltige Argumente an. Mit einem Experten für Familienrecht an Ihrer Seite wissen Sie, worauf es ankommt.

Wie lange kann es dauern, bis Gerichte über alleiniges Sorgerecht entscheiden?

Familiengericht unterliegenden Sorgerechtsfragen, einem sogenannten Beschleunigungsgebot. Sie werden so schnell wie möglich über Sorgerechtsfragen entscheiden. Dennoch können Monate vergehen, bis die Entscheidung endgültig gefallen ist. Ist die Rechtslage relativ eindeutig, beispielsweise bei Gewalt durch einen Elternteil, können Verfahren auch in sechs Wochen abgeschlossen sein. Es kommt auch hier auf die jeweiligen Umstände des einzelnen Falls an.

Wie kann sich der andere Elternteil gegen den Entzug des Sorgerechts wehren?

Wem ein Sorgerechtsstreit bevorsteht, der sollte sich unbedingt rechtlichen Beistand suchen.

Der andere Elternteil wird in einem Verfahren zur Übertragung des alleinigen Sorgerechts angehört. Er wird seine Argumente vortragen, die für die Aufrechterhaltung des gemeinsamen Sorgerechts sprechen. Will etwa die Mutter alleiniges Sorgerecht beantragen, kann der Vater im Verfahren seine Sicht der Dinge darstellen. Ebenso stehen Rechtsmittel zur Verfügung, wenn einem Elternteil das Sorgerecht entzogen wird. Diese reichen bis zur Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof (BGH). Wer sich gegen den Entzug des Sorgerechts wehren möchte, sollte ebenfalls unbedingt anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Was können Väter tun, die bei unverheirateten Paaren ebenfalls das Sorgerecht ausüben möchten?

Im Vergleich zum Sorgerecht bei verheirateten Paaren besteht bei unverheirateten eine gegenläufige Situation. Hier ist nicht das gemeinsame Sorgerecht der Regelfall. Die Mutter übt das Sorgerecht zunächst allein aus, seine stimmt sie einem gemeinsamen Sorgerecht nicht zu, muss der Kindesvater seine Beteiligung am Sorgerecht gerichtlich geltend machen. Er muss Gründe darlegen, warum es dem Kindeswohl dient, dass beide Elternteile das Sorgerecht ausüben. Unter Umständen sind auch Fälle denkbar, in denen in solchen Fällen der Kindesvater um das alleinige Sorgerecht für sich beansprucht. Wer hier als Vater aktiv auf gemeinsame Sorgerecht hinwirken möchte, sollte sich in einer kompetenten Familienrechtskanzlei umfassend beraten lassen. Die Rechtslage ist komplex.

Welche Kosten entstehen in Sorgerechtsverfahren?

In gerichtlichen Sorgerechtsverfahren beträgt der Verfahrenswert 4000 EUR. Regelmäßig werden die Kosten dabei zwischen beiden Elternteilen aufgeteilt. Jeder Beteiligte trägt seine eigenen Anwaltskosten. Dabei sind die folgenden Verfahrensschritte zu unterscheiden:

Der formlose Antrag auf alleiniges Sorgerecht kostet zunächst nichts.

Kosten entstehen für gerichtliche Verfahren und die dann folgende Anwaltsbeteiligung. Auf einen Anwalt und das gerichtliche Verfahren rechnen, entstehen regelmäßig Kosten in Höhe von ca. 1000 EUR. Kommt ein Verfahrensbeistand für das Kind hinzu, entstehen pro Kind weitere Kosten von 550 EUR. Sind beide Parteien anwaltlich vertreten, liegen die Kosten entsprechend höher.

Wir Familienrechtsanwalt wird sie auch zum Thema Kosten beraten und die Kostenfrage transparent machen.

Bei der Gütertrennung in der Ehe kommt es auf die exakte Vereinbarung ein. Unter Umständen ist eine Verminderung der Erbansprüche unter Eheleuten gewollt. Soll insbesondere ein gemeinsames Kind die Nachfolge in einem Unternehmen antreten, wird man die Erbansprüche anderer Beteiligter möglichst gering halten wollen. Bei jedem Ehevertrag sollten deshalb alle Gesichtspunkte – auch die erbrechtlichen und steuerrechtlichen – eine Rolle spielen.

Nur selten werden sich Eltern darüber einig sein, dass das Sorgerecht allein auf den anderen Elternteil übertragen wird. Es gelingt eher selten, dass alleiniges Sorgerecht beantragen, mit Zustimmung des Vaters oder der Mutter unkompliziert erfolgen kann. Muss das Familiengericht entscheiden, steht alleiniges Sorgerecht beantragen für einen Vater oder eine Mutter, die dem jeweils anderen Elternteil fehlende Eignung in der elterlichen Sorge zu schreiben. Die Familienrichter stellen hier das Kindeswohl über alles. Der Entzug des Sorgerechts gegenüber dem einen Elternteil kann nur bei einer Kindeswohlgefährdung erfolgen. Hier wird es nicht immer möglich sein, alleiniges Sorgerecht zu beantragen und vom Jugendamt Unterstützung zu halten. Familiengerichte müssen im Sorgerechtsstreit komplexe Abwägungen treffen. Sie steigern ihre Chancen auf alleiniges Sorgerecht, wenn sie von Anfang an stichhaltig, präzise formulieren. Dabei unterstützen Sie erfahrene Familien Rechtsanwälte. Lassen Sie sich von Anfang an kompetent beraten und begleiten. Noch immer ist es häufig so, dass das Sorgerecht der Mutter zugesprochen wird. Sollten Sie als Vater alleiniges Sorgerecht beantragen und die Mutter ausschließen wollen, kommen Sie an anwaltlicher Unterstützung nicht vorbei.

Nachdem Rechtsanwalt Markus Büttgenbach sein Studium der Rechtswissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität absolvierte, tätigte er sein Referendariat im Bereich des Oberlandesgericht Köln.
Im Zuge seiner offiziellen Zulassung als Rechtsanwalt ist er seit 2017 an sämtlichen Amts-, Landes- und Oberlandesgerichten vertretungsberechtigt. Aufgrund seines erfolgreichen Abschlusses von Fachanwaltslehrgängen sowie seinen jährlichen Teilnahmen an zahlreichen Fortbildungen hat sich Markus Büttgenbach als
Spezialist für Familien-, Verkehrs- sowie Vertragsrecht einen namhaften Ruf erarbeitet.