RVG 2021

KOSTEN

Die Vergütung für unsere anwaltliche Dienstleistung richtet sich hauptsächlich nach dem Gegenstandswert (Streitwert) und nach den gesetzlichen Vorschriften des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG 2021). 

In einigen Fällen schlagen wir Ihnen eine individuell getroffene Vergütungs- oder Honorarvereinbarung vor. 

Was kostet ein erstes Beratungsgespräch?

Bei einer Erstberatung erhalten Sie eine fachliche Einschätzung Ihres Anliegens bei überschaubaren Kosten. Der relevante Sachverhalt wird geklärt, der Anwalt beantwortet Ihre Fragen, erläutert die wesentlichen, rechtlichen Gesichtspunkte und zeigt konkrete Handlungsmöglichkeiten auf. In der Regel beträgt unsere Erstberatungsgebühr pauschal 190,00 € (netto).

Um sich einen exakten Überblick zu verschaffen, sollten Sie uns gut strukturierte, aussagekräftige und vollständige Unterlagen zukommen lassen. Kopien reichen zumeist aus, damit die Originale bei Ihnen verbleiben. Sehr hilfreich ist eine schriftliche Wiedergabe der Ereignisse aus Ihrer Sicht. 

Im Rahmen des Beratungsgespräches klären wir unter anderem diese Punkte mit Ihnen: 

  • Welche Ansprüche haben Sie eigentlich?

  • Gegen wen können Sie Ihre Ansprüche geltend machen?

  • Wie steht es um Ihre Chancen insgesamt?

  • Ist eine Klage überhaupt sinnvoll?

  • Wie kommen Sie zu Ihrem Recht?

  • Welche Möglichkeiten stehen Ihnen dafür zur Verfügung?

  • Gehen Sie bei diesem Rechtsstreit ein zu hohes Kostenrisiko ein?

Anschließend ist es Ihre Entscheidung, ob Sie unsere anwaltliche Dienstleistung weiter in Anspruch nehmen möchten. 

Mit einer Rechtschutzversicherung sind Sie in den meisten Fällen optimal für mögliche, entstehende Kosten in Ihrer Angelegenheit abgesichert, soweit der Rechtsschutzfall vom Versicherungsrisiko umfasst wird und nicht innerhalb einer möglicherweise vereinbarten Wartezeit eingetreten ist. In diesem Fall ist nur die mit Ihrer Rechtschutzversicherung vereinbarte Selbstbeteiligung von Ihnen zu leisten.

Was kostet die außergerichtliche Tätigkeit?

Sofern Sie eine weitere Vertretung in Ihrer Angelegenheit wünschen, fällt eine sogenannte Geschäftsgebühr von Ihnen oder Ihrer Rechtschutzversicherung an. Die Höhe dieser Gebühr ist abhängig von dem Streitwert, also von dem Geldbetrag, um den es bei Ihrer Rechtsangelegenheit bzw. Ihrem Rechtsproblem geht. 

Was kostet die Vertretung vor Gericht?

Falls es in Ihrer Angelegenheit notwendig wird ein gerichtliches Verfahren einzuleiten oder wir Sie in einem gegen Sie gerichteten gerichtlichen Verfahren vertreten sollen, fallen auch hier Streitwert abhängige Gebühren an. Die insgesamt zu zahlenden Gebühren hängen allerdings vom Verlauf und Ausgang des Verfahrens ab. Gerne erläutern wir Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten der in einem gerichtlichen Verfahren anfallenden Gebühren. 

Beratungshilfe, Prozesskostenhilfe, Verfahrenskostenhilfe

Sofern Sie im Sinne des Gesetzes bedürftig sein sollten, können anfallende Rechtsanwaltsgebühren, aber auch etwaige Gerichtskosten vom Staat getragen werden.

Beratungshilfe

Sofern Sie den Weg in unsere Kanzlei suchen möchten, sich jedoch aufgrund Ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse nicht in der Lage sehen, anfallende Rechtsanwaltsgebühren (Anwaltskosten) selbst zu tragen, gibt es die Möglichkeit bei dem für Sie zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein zu beantragen. 

Zum Nachweis Ihrer Bedürftigkeit sollten Sie bei der Vorsprache bei Gericht geeignete Einkommensnachweise vorlegen können. Beispielsweise den aktuellen Hartz IV – Bescheid bzw. Jobcenter-Bescheid, Ihren Rentenbescheid oder Ihre letzte Gehaltsabrechnung.

Wenn Sie einen Beratungshilfeschein für Ihr Rechtsproblem erhalten, ist von Ihnen nur eine einmalige Zahlung (pro Beratungshilfeschein) i.H.v. 15,00 € an uns zu zahlen. Weitere Informationen des Amtsgerichts Siegburg finden sie hier: https://www.ag-siegburg.nrw.de/aufgaben/abteilungen/Beratungshilfe/index.php

Bitte beachten Sie, dass wir Mandate mit Beratungshilfe erst nach Vorlage eines Beratungshilfescheines sowie Zahlung des Eigenanteils i.H.v. 15,00 € bearbeiten.

Prozesskostenhilfe und Verfahrenskostenhilfe

Immer dann, wenn ein Gerichtsverfahren eingeleitet werden muss, oder Sie von einer anderen Person verklagt worden sind, sich allerdings aufgrund Ihrer persönlichen, wirtschaftlichen Verhältnisse außerstande sehen, anfallende Gerichts- und Rechtsanwaltsgebühren selbst zu tragen, können Sie Prozesskostenhilfe bzw. Verfahrenskostenhilfe beantragen. Auch hier gilt – wie bei der Beratungshilfe –, dass Sie bedürftig im Sinne des Gesetzes sein müssen.

Falls das Gericht Ihnen Prozesskostenhilfe bzw. Verfahrenskostenhilfe bewilligen sollte, wären eigene Rechtsanwaltsgebühren und auf Sie entfallende etwaige Gerichtskosten nicht von Ihnen zu tragen. 

Im Falle des Unterliegens einer Klage bzw. eines Verfahrens wären allerdings trotz bewilligter Prozesskostenhilfe oder Verfahrenskostenhilfe die Rechtsanwaltsgebühren der Gegenseite zu tragen. Dies bedeutet, dass Sie ein gewisses Kostenrisiko haben, auch wenn das Gericht Ihnen für ein Gerichtsverfahren Prozesskostenhilfe oder Verfahrenskostenhilfe bewilligt haben sollte.

Ein entsprechendes Formular für die Beantragung von Prozesskostenhilfe bzw. Verfahrenskostenhilfe halten wir für Sie in unserem Büro bereit. Sie finden das Formular auch zum Download unter Service & Formulare.